Die Planung eines Versorgungsnetzes ist mehr als nur eine grafische Darstellung von Linien und Symbolen auf einer Karte. Ob Strom, Gas, Wasser oder Telekommunikation – ein zuverlässiges und zukunftssicheres Netzdesign basiert auf einem soliden „Asset Management“ innerhalb eines geografischen Informationssystems (GIS).

Welche Netzkomponenten oder „Assets“ befinden sich unterirdisch?
Wie sind Kabel und Netzkomponenten verbunden, und kann das Netz erweitert werden?
Wo und wann besteht das Risiko einer Netzüberlastung?
Welche Kapazität und welche technischen Eigenschaften haben die Assets?
Wohin sollen die Techniker im Falle einer Störung gehen?
Wo genau und seit wann?
Das Konzept des VRDB-Systems kann als eine separate Schicht neben der GIS-Datenbank visualisiert werden, wie hier dargestellt. Die Daten in dieser Schicht werden mit einem angepassten abstrakten Datenmodell in einer separaten GE Smallworld™-Datenbank gespeichert.
Wenn ein Benutzer ein neues Design startet, das in VRDB als „Variante“ bezeichnet wird, wird eine Kopie der Daten aus GIS erstellt und in VRDB geladen. Diese abstrakte Kopie enthält sämtliche Informationen der Originaldatenbank wie Geometrie und Attribute. Auf Basis dieser Daten kann der Benutzer das neue Design weiter ausbauen und genießt dabei die Freiheit, Objekte hinzuzufügen, zu bearbeiten oder zu entfernen, ohne die Original-GIS-Daten zu beeinflussen. Alle Varianten werden sicher von einem Versionskontrollsystem verwaltet.
Die Speicherung aller Informationen in einer abstrakten Datenbank ist hilfreich, um verschiedene Ebenen transparent zu halten sowie Projekte auszuführen und zu verwalten. Dadurch kann der Benutzer schnell einen Überblick über alle geplanten Projekte und deren Status erhalten und ist in der Lage, sowohl technische als auch finanzielle Aspekte zu analysieren.
VRDB bietet zudem die Möglichkeit, Revisionsdaten aus dem Feld in die abstrakte Datenbank hochzuladen, wo sie zur Überprüfung und Validierung bereitstehen, bevor die GIS-Datenbank mit den „as-built“-Informationen aktualisiert wird.


Daten werden aus den Datenquellen des SOC/SOM-Mechanismus von GE Smallworld™ in eine Zwischenablage der VRDB kopiert. Dort können sie visualisiert, transformiert und anschließend in die VRDB geladen werden.
Ebenso können Daten aus einer Variante (Design) in die Zwischenablage kopiert, transformiert und anschließend in eine Variante geladen werden. Dies erweist sich als sehr starkes Werkzeug, um Details hinzuzufügen und/oder (Teile von) anderen Designs wiederzuverwenden.
Eine integrierte Symbolbibliothek ermöglicht es dem Benutzer, Symbole (Teil eines Designs) zu speichern und sie über die Symbolschnittstelle in die VRDB zu visualisieren und zu laden, was die Wiederverwendung spezifischer Designdetails erleichtert. Dadurch können Designs auch normalisiert werden. Die Schnittstelle ist hochgradig an die spezifischen Benutzeranforderungen anpassbar und Bestandteil des VRDB-Berechtigungssystems. Bestimmte Objekte in der Schnittstelle können nicht ausgewählt werden, wenn der Benutzer nicht über die entsprechenden Rechte verfügt. Beispielsweise ist das Erstellen bestimmter Geometrieobjekte aus der Objektverwaltung möglicherweise nur für ‚Super-User‘ verfügbar.

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